Als Soulmask Ende Mai 2024 in den Early Access startete, war ich nur einer von unzähligen Twitch-Zuschauern, die neugierig wurden. Ein Survival-Game mit Base-Building, bei dem es ums nackte Überleben und das stetige Besserwerden geht – das klang exakt nach meinem Geschmack. Was mich sofort in den Bann zog? Der wunderschön gestaltete Dschungel und dieses frische, aztekische Setting. Endlich mal etwas anderes als die ewig gleichen Dinosaurier oder Zombies!

Die Illusion vom entspannten Campingtrip
Ich rechnete mit leichter Unterhaltung. Keine überkomplexen Mechaniken, kein endloser «Grind des Todes», um das absolut perfekte Tier zu züchten. Einfach etwas Entspannung und ein gutes Abenteuer. Als meine Freunde und ich uns entschieden, dem Early Access eine Chance zu geben, schien sich das zunächst auch zu bestätigen. Der Server war simpel aufzusetzen, alles funktionierte reibungslos. Es war erfrischend: nicht zu leicht, aber absolut stressfrei. Ich fühlte mich in diesem neuen, digitalen Daheim sofort wohl.
Der Kaninchenbau: WoW-Vibes im Dschungel
«Ich kam für ein bisschen Dschungel-Camping und fand mich in knallharten Raid-Vorbereitungen wieder.»
Der Wendepunkt kam schleichend. Bis ich wirklich erkannte, welche enorme spielerische Tiefe unter der Oberfläche schlummerte, war ich längst hoffnungslos im Spiel verloren. Aus simplem Survival wurde hochkomplexes Tribe-Management. Plötzlich ging es um echten Progress, um immer in die nächsthöheren Dungeons vorzudringen. Die akribischen Vorbereitungen auf die Weltbosse fühlten sich auf einmal an wie zu besten World of Warcraft-Zeiten:
- Buff-Food kochen: Die perfekten Mahlzeiten für das Maximum an Werten.
- Alchemie: Das punktgenaue Brauen essenzieller Tränke für das Überleben.
- Ausrüstung: Die penible Abstimmung von Rüstungen und Waffen für mich und meinen Tribe.

900 Stunden, 3 Durchläufe und unzählige Kämpfe
Ich habe die originale Map von Soulmask bis zum Release der Version 1.0 ganze dreimal regelrecht «durchgespielt». Ich habe mich mit aggressiven Wildschweinen, Tapiren, riesigen Anakondas und Krokodilen angelegt. Ich habe uralte Maschinen zerschmettert und unermüdlich Masken gesammelt. Bei den monumentalen Kämpfen gegen die Weltbosse habe ich gejubelt und stand manchmal kurz vor der Verzweiflung. Ich habe die Welt erkundet, Ressourcen gefarmt, epische Basen gebaut und mich hingebungsvoll um meinen Tribe gekümmert.
Kurz gesagt: Ich habe es geliebt. Fast 900 Stunden stehen mittlerweile auf meiner Uhr.
Was bringt die Zukunft? Willkommen in den «Shifting Sands»
Am 10. April 2026 hat Soulmask nun nach fast zwei Jahren stetiger Entwicklung den Early Access verlassen. Die Entwickler von CampFire Studio haben das Spiel in dieser Zeit massiv erweitert, das Tribe-Management überarbeitet und die KI unserer Stammesmitglieder deutlich smarter gemacht.

Und als wäre der 1.0-Release nicht genug, gab es mit dem DLC Shifting Sands direkt eine gigantische Erweiterung obendrauf. Das Setting wechselt vom dichten aztekischen Dschungel in eine vom alten Ägypten inspirierte, raue Wüstenwelt. Was jetzt im Köcher steckt, lässt mein Survival-Herz sofort wieder höher schlagen:
- Luftschiff-Kämpfe: Epische Gefechte über riesigen Sanddünen und alten Pyramiden.
- Neue Reittiere: Kamele, Esel und Nashörner erweitern unseren Fuhrpark.
- Schildsurfen: Wer läuft schon, wenn man auf seinem Schild durch die Wüste gleiten kann?
- Mimicry Ascension: Brandneue Aufstiegsmöglichkeiten und Fähigkeiten für unsere gesammelten Masken.

Nach fast 900 Stunden im dichten Grün des Dschungels bin ich mehr als bereit für den heißen Wüstensand. Ich kann es kaum erwarten, mich in dieses neue Abenteuer zu stürzen, das mich mit Sicherheit wieder komplett vereinnahmen wird. Die alten Maschinen mögen besiegt sein, aber die wahre Reise hat gerade erst neu begonnen!